Herr, Du hast mich erforscht
Du kennst mich!
Ob ich sitze oder stehe, Du weißt von mir
Ob ich gehe oder ruhe, Du weißt von mir
Du bist vertraut mit all meinen Wegen
noch liegt das Wort mir nicht auf der Zunge, Du weißt es schon
Du umschließt mich von allen Seiten, legst deine
Hand auf mich, wohin könnte ich fliehen vor Dir und deinem Geist?
Steig ich zum Himmel - Du bist dort / bette ich mich
in der Unterwelt - Du bist dort
Nähme ich die Flügel des Morgenrots und flöge
zum äußersten Meer, auch dort würde deine Hand mich greifen
Auch die Finsternis versteckt mich nicht vor Dir
Die Nacht würde leuchten wie Tag, sie wäre Licht
Du hast mein Innerstes geschaffen im Leib meiner Mutter
Ich danke Dir, dass Du mich so wunderbar gemacht hast
Deine Augen sahen, wie ich entstand. In diesem
Buch war alles schon verzeichnet. Wie schwierig sind
für mich deine Gedanken. So viele wie Sandkörner
Ich hasse die Frevler. Herr, leite mich auf rechtem Wege