Alle sieben Jahre sollst du Geborgtes deinem Nächsten erlassen. Von einem Ausländer kannst du es eintreiben. Dafür wird der Herr, dein Gott, dich segnen und du wirst herrschen, niemand aber über dich. Wenn einer deiner Brüder arm ist im Lande, so sollst du dein Herz und deine Hand nicht verhärten. Hüte dich, dass nicht arglistige Gedanken in dir aufsteigen. Es naht das siebte Erlassjahr und ihm deshalb nichts gibst, du also unfreundlich deinem Bruder kommst, lass dein Herz nicht verdrießen und gib, denn der Herr wird dich segnen darob, allderweil es immer Arme geben wird im Lande. Wenn sich dein Bruder Hebräer oder in dir verkauft, soll er sechs Jahre dienen. Im siebten Jahr aber als frei entlassen und nicht leer gehen lassen. Schafe von der Tenne, vom Keller. Spricht er aber, dass er nicht gehen will, so nimm einen Pfriemen und durchbohre ihm sein Ohr am Pfosten deiner Tür und lass ihn für ewig dein Knecht oder Magd sein. Er soll aber frei sein und der Herr wird dich segnen in allem, was du tust. Erstgeburten unter deinen Rindern und Schafen sollst du, wenn sie männlich, dem Herrn heiligen. Sie nicht im Ackerbau benutzen, nicht scheren. Du sollst sie essen jährlich an der Stätte, die der Herr erwählt hat. Wenn ein Tier Fehler hat, sollst du es nicht opfern, sondern selbst essen, wie Hirsch oder Reh.