Ziehst du in den Krieg und siehst Rosse und Wagen eines Heeres, größer als du, so fürchte dich nicht, denn Gott ist bei dir. Zieht ihr nun aus in den Krieg, soll der Priester euch segnen und trösten. Die Amtsleute sollen dem Volk sagen, dass wer ein neues Haus gebaut hat und noch nicht eingeweiht hat, soll es tun, damit nicht ein anderer, wenn er im Kriege stirbt, es einweihe. Auch wer seine Weinberge bepflanzt hat und seine Früchte noch nicht genoss, der soll heimkehren, dass er nicht im Kriege sterbe, eh. Wer sich fürchtet, verzagt ist, der kehre auch heim, dass er nicht das Herz seiner Brüder feige mache wie seines. Und dann sollen die Amtsleute Heerführer an die Spitze stellen. Ziehst du vor eine Stadt, um zu kämpfen, so biete ihr erst den Frieden an. Macht es die Tore auf, soll die ganze Stadt Frondienste dir leisten. Will sie aber nicht sich ergeben, so belagere sie. Nimmst du die Stadt dann ein, so sollst du alles was männlich ist mit der Schärfe des Schwerts töten. Die Frauen und Kinder, das Vieh und alles sollst du unter dir austeilen und essen von der Beute deines Feindes. So sollst du mit allen Städten tun, die sehr fern von dir liegen. Aber die Städte dieser Völker hier sollst du nichts leben lassen, was Odem hat, sondern an ihnen den Bann vollstrecken, um nicht die Greuel zu tun, die sie im Dienste ihrer Götter treiben und so versündigt am Herrn, eurem Gott. Wenn du lange vor einer Stadt liegen musst, um sie zu erobern, so sollst du ihre Bäume nicht verderben, damit du davon essen kannst. Die Bäume auf dem Felde sind doch nicht Menschen, auf dass du sie belagern müsstest. Die Bäume aber, von denen man nicht isst, kannst du fällen und zu Bollwerken gegen die Stadt machen.