Gott, den ich lobe, schweige doch nicht!
Ein Frevel, ein Lügenmaul
hat sich gegen mich aufgetan
Mit falscher Zunge, voll Hass
reden sie zu mir
bekämpfen, befeinden mich
vergelten mir Gutes mit Bösem
mit Hass meine Liebe
Sein Frevel stehe gegen ihn
Ankläger - Gericht
Sein Gebet werde zur Sünde
gering seine Tage noch
sein Amt ein anderer nehmen
Kinder und Frau verwaisen
Unstet sollen seine Kinder
umherziehen und betteln
Sein Gläubiger reiße ihn aus seinem Besitz
Fremde sollen plündern ihn
Niemand erbarme sich sein
seine Nachkommen vernichten
es erlösche sein Name
Der Herr denke an die Schuld seiner Väter
die Sünde seiner Mutter
denn dieser Mensch übte nie Gnade
verfolgte Arme und Gebeugte, den Verzagten töten
Fluch, den er liebte, komme über ihn
Segen bleib ihm fern
Fluch dringe wie Wasser in seinen Leib
Oel in seine glieder
Es werde für ihn das Kleid
So lohne, Herr, es denen, die mich
verklagen, Böses gegen mich reden
Du, Herr und Gebieter, handle an mir
reiß mich heraus, denn ich bin arm
und gebeugt, mir bebt das Herz in der Brust
Ein flüchtiger Schatten bin ich nur noch
die Knie wanken vom Fasten mir
zu Spott und Hohn für sie, die den
Kopf schütteln, wann sie mich sehen
Hilf mir, Herr, mein Gott
errette mich in deiner Huld
mögen sie fluchen, dass du es getan
Du wirst segnen -
Meine Gegner sollen scheitern
ich, dein Knecht aber sich freuen
Mit Schmach bedecken sollen meine
Ankläger sich wie einen Mantel der Schande
Ich will den Herrn preisen mit lauter
Stimme, ihn loben in der Menge
denn er steht dem Armen zur Seite
um den vor falschen Richtern zu retten.